Puzzle ist super. Sogar dann, wenn Sie am Ende feststellen, dass Ihnen ein Teil fehlt. Ernsthaft: Nichts geht mit so einer Genauigkeit verloren. Also bis auf die Socken in der Waschmaschine. Das Rätsel um das fehlende Puzzle-Teil können Sie nicht beeinflussen – darauf kommt es nicht an, wie viel Sie suchen: Ihr Kind wird damit schon klarkommen.

Trotzdem sind Puzzle und andere Spiele zu Hause ein großartiges Mittel, um die Welt Ihrer Kleinsten kennenzulernen. Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass die Zeit, die Kinder mit Spielen verbringen, keine Zeit ist, die sie vom Lernen abhält. Im Gegenteil: Spielen ist das, wodurch sie am besten lernen.
Kinder sind so programmiert, dass sie spielen. Nehmen Sie ihnen dieses Privileg nicht. Schaffen Sie ihnen positive Spielgewohnheiten, aus denen sie auch in Zukunft schöpfen werden. Mit dem Puzzle zeigen wir Ihnen, wie es geht.
Und wir wissen sogar, was man mit dem fehlenden Teil macht...
Puzzle wählt weder Alter noch Charakter
Sein größter Vorteil ist, dass sich damit alle Altersgruppen und alle Familienmitglieder beschäftigen können. Kein Spiel zu Hause ist so vielseitig. Man muss nur eine größere Anzahl an Teilen wählen, ein anspruchsvolleres Bild – und aus Spielen für 4-jährige Kinder wird auf einmal auch für ältere Geschwister oder Erwachsene ein Spaß. Spielen und Elternsein gehen Hand in Hand. Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Ihre Kinder werden es zu schätzen wissen, wenn Sie sich ungestört mit ihnen beschäftigen können.
Top-Tipps, um positive Spielgewohnheiten aufzubauen:
- Spielen Sie mit Ihren Kindern, wenn Ihnen danach ist. Kinder merken sofort, wenn Sie etwas aus Pflichtgefühl tun.
- Schaffen Sie sich Zeit zum Spielen. Währenddessen ist nichts anderes wichtig. Das hilft Ihren Kindern, sich eine Gewohnheit aufzubauen, und Ihnen, Ihre Zeit besser zu organisieren.
- Laden Sie in Ihren „Spielclub“ auch die Kinder Ihrer Freunde und Ihre Familie ein. Solches Spielen hilft dabei, soziale Bindungen, Freundschaften und Respekt aufzubauen.
- Haben Sie keine Angst, Kinder unterschiedlichen Alters zum Spielen einzuladen. Ältere profitieren davon, dass sie die Führung übernehmen können, jüngere fühlen sich wiederum wichtig, weil sie mit den Älteren spielen dürfen. Das bedeutet, dass beide Gruppen sich insgesamt höflicher verhalten werden.
- Spiele zu Hause müssen nicht nur zu Hause auf dem Boden oder auf Teppichen gespielt werden. Motivieren Sie Ihre Kinder, damit zu experimentieren und auch draußen mit ihnen zu spielen. Natürlich sollte man dabei das aktuelle Wetter berücksichtigen.
Wie Puzzle Kindern bei der Entwicklung hilft
Spiele zu Hause sind besonders geeignet, um kindliche Fähigkeiten aufzubauen. Was genau können Sie jedoch dank eines Puzzles erreichen? Ein Puzzle ist mehr als nur leuchtende Farben, schöne Bilder und verschiedene Formen, die entweder zusammenpassen oder eben nicht.
Puzzle hilft Kindern zu lernen, dass das Ganze aus Teilen besteht, fördert die Koordination der Arbeit von Augen und Händen sowie die Feinmotorik. Puzzle für Kinder trainiert das Gedächtnis und das Erkennen von Objekten. Es entwickelt die visuelle Wahrnehmung und die Vorstellungskraft. Es hilft auch beim Ausdruck – vor allem, wenn Sie die Kinder darüber sprechen lassen, was sie gerade vorhaben. Und nicht zuletzt hilft ein Puzzle beim Aufbau von Konzentration und Geduld.
Woher weiß ich, welches für mein Kind geeignet ist?
Grundsätzlich sollten Sie zuerst auf die Anzahl der Teile achten. Wenn Sie für Ihr Kind das erste Puzzle kaufen, wählen Sie möglichst wenige Teile und große Formen. Dank der größeren Abmessungen haben Kinder weniger Probleme damit, die einzelnen Teile zusammenzulegen. Sobald das Zusammenbauen für Ihren Kleinen leicht wird, ist es Zeit, ihm etwas Komplexeres zu besorgen.
Achtung: Manchmal reicht es schon, nur das Motiv gegen etwas Neues auszutauschen. Bleiben Sie nicht zu schnell „stehen“, sondern versuchen Sie lieber denselben Puzzle-Typ mit anderen Bildern. Kinder müssen zuerst die Technik verinnerlichen. Andernfalls könnten Sie sie nur demotivieren, weil sie größere Puzzle dann nicht zusammenbauen können.
Bei jedem neuen Puzzle sollten Sie den Kindern helfen. Ein bisschen Unterstützung, hier und da, kommt ihnen bestimmt zugute. Nehmen Sie die einzelnen Teile in die Hand, sprechen Sie über Farbe, Muster, Kanten und Form – damit Sie den Kindern zeigen, wonach sie suchen müssen. Lassen Sie die Kinder die einzelnen Teile drehen und versuchen, sie zusammenzufügen. Wenn es nicht klappt, legen Sie ihnen die richtigen Puzzle-Teile unauffällig so zu, dass sie sie im Blick haben und verwenden können.
Und schließlich wählen Sie das Puzzle auch danach aus, was Ihren Kindern gefällt. Autos, Pferde, Filmfiguren, Städte… Es gibt auf unserem Markt so viele Materialien und Motive, dass es schwerfällt zu entscheiden, welche man zuerst kaufen soll.
Und was ist mit dem fehlenden Teil? Legen Sie unter das fertige Puzzle eine Zeichnung und umreißen Sie mit einem Bleistift die gesamte Form. Nehmen Sie anschließend Pastellkreiden oder Farben und versuchen Sie gemeinsam mit den Kindern, das fehlende Teil auszumalen. Danach schneiden Sie die gesamte Form aus der Zeichnung aus und kleben sie auf Karton, sodass die Dicke ungefähr mit dem Rest übereinstimmt. Fertig… Sie haben das ganze Puzzle und noch eine zusätzliche Aktivität für das Wochenende. Breiten Sie eine Decke aus, bereiten Sie etwas zum Knabbern vor und los geht’s mit dem Zusammenbauen.





