Wie du nach der Geburt wieder in Form kommst

  Kategorien: Fit Mama,
3 Min.
30. Apr'17

Die Geburt ist im Leben einer Frau nicht nur eine große psychosoziale Veränderung, sondern zweifellos auch eine körperliche. Und die Mama muss dafür nicht einmal Dutzende Kilogramm zunehmen. Die Schwangerschaft ist für den Organismus eine besonders schwere Zeit. Er braucht Zeit, um sich zu regenerieren und sich an den Start neuer Prozesse zu gewöhnen – zum Beispiel an die Produktion von Muttermilch und das Stillen des Babys.

Aktive Mama

Für die meisten Mütter gilt natürlich: Sie möchten so bald wie möglich nach der Geburt wieder in Form sein. Doch alles hängt auch davon ab, in welcher Verfassung die Frau vor der Schwangerschaft war, wie die Schwangerschaft verlaufen ist. Eine Rolle spielt außerdem, ob es Komplikationen gab. Zu viel Übergewicht, je nachdem, wie die Geburt verlaufen ist, ob sie physiologisch war oder ob per Kaiserschnitt geboren wurde. Es gibt Mütter, die nach einem Kaiserschnitt schnell wieder fit waren – und umgekehrt Mütter, die nach Komplikationen bei einer klassischen Geburt eine längere Regenerationszeit brauchten. Grundsätzlich gilt für beide Fälle: Gönnen Sie sich das Wochenbett und die Regeneration während dieser Zeit!

Das Wochenbett ist dafür da, dass Sie als Familie sich so gut wie möglich mit dem neuen Familienmitglied abstimmen, damit das kleine Bündel Glück spürt, dass es geliebt wird und dass Sie nur und ausschließlich für es da sind.

Training mit Maß

Der Energie-„Schub“, den die postpartalen Hormone liefern, ist also besser in die Betreuung des Babys investiert: sich ganz auf es konzentrieren, ihm volle Aufmerksamkeit schenken, zuhören und auf seine Bedürfnisse eingehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie, wenn Sie sich gut fühlen, sich 6 Wochen lang nicht aus dem Bett bewegen dürfen. Bewegung dürfen Sie sich gönnen – entweder in Gesellschaft des Babys, zum Beispiel im Tragetuch oder im ergonomischen Tragegurt, aber auch im klassischen Kinderwagen. Ein angenehmer Spaziergang im Park oder im Wald ist eine hervorragende Wahl.

Später können Sie Ihren Körper stärker belasten, aber vorsichtig – auch wenn Sie sich fantastisch fühlen, starten Sie lieber langsam. Denken Sie daran: Wenn Sie stillen, braucht und verbraucht Ihr Körper viel mehr Energie, als Sie vielleicht denken. Deshalb verlieren viele Frauen während des Stillens schnell an Gewicht. Andere nehmen hingegen zu – was mit der Umstellung des Stoffwechsels und der Produktion der Muttermilch zusammenhängt. Achtung: Nach einem Kaiserschnitt wird empfohlen, mit dem Bauchtraining nicht früher als vier Monate nach der Geburt zu beginnen.

In Form mit dem kleinen Schatz am Herzen

Als spezielles postpartales Training kann man Übungen für Mütter mit Babys im Tragetuch oder in Tragehilfen bezeichnen. Solche Kurse bieten heute wohl schon alle Mütterzentren und Kinder-Sportvereine an. Meist umfasst das Programm eine Kombination aus Übungselementen wie Pilates, Tanzen, Postnatal-Yoga, Cardio-Übungen sowie Übungen zur Kräftigung von Rücken und Bauch.

Besonders ausgewählte Übungen mit Belastung in Form des Babys im Tragetuch helfen dabei, die durch Schwangerschaft und Geburt gelockerten Muskeln des Beckenbodens zu kräftigen. Sie tragen außerdem zur Verbesserung der Körperhaltung, der Durchblutung, des richtigen Atmens und der Korrektur der Diastase (Auseinanderweichen der Bauchmuskeln) bei.

Ein unschätzbarer Vorteil ist die Unterstützung beim Festigen der Bindung zwischen Mutter und Kind. Beim Training kommt es zur Ausschüttung von Endorphinen und Oxytocin, was hilft, die elterlichen Kompetenzen der Mutter zu stärken.

Man kann auch mit dem Baby im Kinderwagen trainieren.

Strollering – bringen Sie Ihren Körper mit dem Kinderwagen in Schwung

Nach einem ähnlichen Prinzip wie beim Training mit dem Baby im Tragetuch funktioniert auch Strollering. Das Baby fährt jedoch im Kinderwagen mit. Das Training findet also draußen statt, an der frischen Luft; neben Gehen und Laufen werden dabei auch verschiedene Trainingshilfen genutzt, wie Springseile, Gummibänder zum Trainieren oder Overballs. Haben Sie sich das richtige Training für sich ausgesucht?

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