Die Reinigung der Milchzähne unterschätzen viele Eltern. Die Wahrheit ist jedoch, dass ihre regelmäßige und gründliche Pflege noch wichtiger ist als im Erwachsenenalter. Wie oft sollten Milchzähne geputzt werden, wann sollte man damit beginnen und welche Bürsten und Pasten sollte man verwenden? Das alles und noch mehr beantworten wir Ihnen in den folgenden Absätzen.
Das Durchbrechen des ersten Zahns ist eine große Sache, die jedoch nicht nur das Baby, sondern auch die Eltern in Mitleidenschaft ziehen kann. Das Zahnen ist oft ein schmerzhafter Prozess, der von weinenden und schlaflosen Nächten begleitet wird. Der erste Milchzahn beginnt bei Kindern etwa im sechsten bis achten Lebensmonat durchzubrechen, und meistens zeigen sich zuerst die unteren oder oberen mittleren Schneidezähne. Danach folgen die seitlichen Schneidezähne, später die oberen und unteren Backenzähne, also die Mahlzähne, und schließlich die Eckzähne. Das vollständige Milchgebiss mit 20 Zähnen ist bei dem Kind etwa im Alter von 33 Monaten vorhanden, also noch vor dem dritten Geburtstag.
Milchgebiss von A bis Z
Es gibt gleich mehrere Gründe, warum man das Milchgebiss und seine Reinigung nicht unterschätzen sollte. Der wichtigste ist wohl die Tatsache, dass ein gesundes Milchgebiss die Grundlage für gesunde bleibende Zähne ist, was sich manche Eltern nicht bewusst machen. Damit hängt auch das Füllen von Karies an Milchzähnen zusammen. In solchen Fällen stehen viele Eltern vor dem Dilemma, ob man einen infizierten Milchzahn lieber ziehen sollte oder ihn besser durch eine Füllung rettet. Zahnärzte sind sich jedoch einig, dass man Karies am Zahn besser durch eine Füllung behebt und erst dann zum Ziehen greift, wenn es die letzte mögliche Lösung ist. Unbehandelte Karies kann nämlich Schmerzen, Schwellungen und schließlich auch eine Infektion verursachen, die sich nicht nur auf die Gesundheit der bleibenden Zähne, sondern auch auf die Gesundheit des gesamten Körpers auswirkt.
Die Pflege des Milchgebisses beginnt jedoch nicht mit dem Durchbruch des ersten und endet auch nicht mit dem Durchbruch des letzten Zahns. Regelmäßige Pflege, die auch Besuche beim Zahnarzt und bei der Dentalhygiene umfasst, dauert bis zum 12. Lebensjahr, wenn den Kindern der letzte Milchzahn ausfällt. Danach kommt dann die Pflege des bleibenden Gebisses, die nicht mehr nachwächst. Der erste Kinderzahn fällt im Vorschulalter bzw. während des ersten Schuljahres in der Grundschule aus. Viele Kinder ziehen ihre gelösten und wackeligen Milchzähne selbst heraus, anderen muss der Zahnarzt helfen.
20 Milchzähne werden nach und nach durch 32 Zähne des bleibenden Gebisses ersetzt. Ein schönes und gesundes Lächeln bei Kindern erreichen Sie neben der regelmäßigen Reinigung auch durch eine gesunde Ernährung ohne Süßigkeiten und ohne zuckerhaltige kohlensäurehaltige Getränke. Diese Lebensmittel enthalten nämlich raffinierten weißen Zucker, dessen übermäßiger Konsum genau die Entstehung von Karies sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen verursacht.

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Spielerische Routine
Das Putzen der ersten Zähne unterschätzen viele Eltern und beginnen erst, wenn das Kind schon mehr Zähne hat. Zahnärzte empfehlen jedoch, schon vor dem Durchbruch des ersten Zahns mit dem Putzen zu beginnen. Wischen Sie nach dem Füttern das Zahnfleisch mit einem angefeuchteten Gazetuch ab, damit sich keine Bakterien im Mundraum ansiedeln können, wo sie noch vor dem Zahndurchbruch Unfug anrichten. Sobald der erste Zahn da ist, investieren Sie in eine hochwertige Zahnbürste mit weichen Borsten, idealerweise mit einem dicken Griff, der eine bessere Handhabung ermöglicht. Noch bevor die feine Motorik vollständig beherrscht wird, putzen Sie die Zähne der Kinder selbst, geben Sie das Putzen jedoch nach und nach an sie ab.
Es ist wichtig, dass das Zähneputzen zu einer regelmäßigen Routine wird. Kinder sollten sich schon von klein auf die Zähne zweimal täglich mindestens 3 Minuten putzen, und das Zähneputzen sollte Teil der morgendlichen und abendlichen Hygiene sein. Ein wichtiger Bestandteil jedes Putzens ist neben der Bürste auch eine passende Zahnpasta, die den gesamten Prozess angenehmer machen kann. Bestimmt erinnern Sie sich daran, dass auch Sie in der Kindheit süße Zahnpasten verwendet haben, dank derer das Zähneputzen lustig und vor allem lecker war. Achten Sie bei der Auswahl auf Pasten mit Fluorid, das als Vorbeugung gegen Karies wirkt. Eltern fragen oft, wie viel Zahnpasta man bei einem Putzvorgang verwenden sollte. Achten Sie darauf, dass nicht die ganze Zahnbürste mit Zahnpasta perfekt bedeckt ist – eine Menge in Erbsengröße reicht völlig aus.
Das Zähneputzen kann nicht nur eine notwendige Tätigkeit vor dem Schlafengehen sein, sondern auch ein Spiel. Nicht umsonst haben Zahnbürsten lustige Märchenmotive und leuchten in Farben. Für Spaß sorgt auch schon Kleinigkeiten wie ein Saugnapf am Ende der Zahnbürste, ein fröhliches Ausspülbecher zum Ausspülen und zum Aufbewahren der Bürste, aber auch das gemeinsame Zähneputzen mit den Eltern. Schließlich sind das die größten Vorbilder für Kinder. Ein wichtiger Schritt nach dem Zähneputzen ist außerdem die Elternkontrolle, da Kinder die Zähne anfangs kurz und weniger gründlich putzen.
Wussten Sie, dass…
- Zähne schon in der Schwangerschaftszeit zu wachsen beginnen? Sie bilden sich im zweiten Schwangerschaftsdrittel, sodass das Baby bereits vor dem Durchbruch alle 20 Milchzähne im Zahnfleisch eingelagert hat.
- manche Babys schon mit Zähnen geboren werden? Diese Zähne haben jedoch oft keine tiefe Wurzel und lassen sich leicht entfernen.
- Schmerzen beim Zahnen gelindert werden können? Helfen nicht nur spezielle Salben zum Einreiben des Zahnfleischs, sondern auch Beißringe, die Sie eine Weile in den Kühlschrank legen. Sie helfen, die Schmerzen zu lindern, und massieren gleichzeitig das Zahnfleisch.
- Karies die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern ist? Sie tritt sogar häufiger auf als Asthma oder Übergewicht.
- ein gesundes Milchgebiss auch die Aussprache beeinflusst? Gesunde Zähne sind die Grundlage für ein deutliches und verständliches Sprechen ohne Lispeln.
Der erste Milchzahn ist im Entwicklungsprozess des Babys ein großer Schritt, der Ihre Aufmerksamkeit verdient. Schaffen Sie von Anfang an Spaß beim Zähneputzen, und Sie vermeiden so nicht nur Schmerzen, sondern auch Zahnarztbesuche.





